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Was alles ist urheberrechtlich geschützt, also was muss überhaupt lizenziert werden?

Das Urheberrecht schützt Literatur, Musik, Fotografie – jegliche Form der Kunst und Kreativität. Für redaktionelle Inhalte kann man vom Schutz ausgehen bei:

  • Texten, insbesondere Agenturtexten. Alltäglich formulierte Tatsachen wie „Der Rhein fließt durch Deutschland“ sind frei. Originelle, prosaartige Formulierungen genießen hingegen Schutz als „Werk“. Die Länge von Texten ist ein Indiz für dessen Schutz, das heißt, bei längeren Texten sollte man tendenziell von deren Schutz ausgehen;
  • Fotografien, unabhängig von der künstlerischen Leistung, denn dort greift fast immer der sogenannte Lichtbildschutz;
  • Illustrationen mit einer gewissen Originalität;
  • Videos, ähnlich dem Lichtbildschutz;
  • bestimmten Datenbanken (Datensammlungen), soweit für deren Erstellung eine wesentliche Investition geleistet wurde;
  • im Ausnahmefall Metadaten von Texten und Bildern, sofern es sich zum Beispiel um redaktionell bearbeitete, umschreibende Texte handelt (hingegen nicht: Verschlagwortung mit Normvokabular, Nennung des Urhebers, Aufnahmedaten et cetera); oder eine größere Sammlung von Metadaten in Form einer Datenbank als Ganzes (Details zum Schutz von Metadaten siehe hier).

Das Urheberrecht erlischt erst siebzig Jahre nach dem Tod des Urhebers. Danach ist das Material „gemeinfrei“, kann von allen ohne Einschränkung genutzt und muss daher auch nicht lizenziert werden.

Übrigens: Sind an einem Werk visueller Kunst (beispielsweise einer Malerei) die Urheberrechte abgelaufen, sind auch Scans oder Reprofotos davon gemeinfrei.

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