Im Mittelpunkt des Forschungsvorhabens BayernCloud steht die Frage, wie ein skalierbares digitales Plattform-Ökosystem (DPÖ) ausgestaltet werden muss, das branchenübergreifend sowie branchenspezifisch vorhandene Prozesse optimiert und Synergien fördert. 

Dieses Ökosystem soll einfach, schnell und kostengünstig umgesetzt werden können, aufgrund eines nachhaltigen Geschäftsmodells mittelfristig, ohne kontinuierliche Förderung, tragfähig sein und vor allem kleine und mittelständische Unternehmen die Partizipation an der Digitalisierung ermöglichen. Daher ist das Ziel dieses Forschungsvorhabens eine Referenzarchitektur für ein cloudbasiertes digitales Plattform Ökosystem zu entwickeln, das auf die Bedürfnisse des Mittelstands ausgerichtet ist.

Die Referenzarchitektur ermöglicht den Aufbau eines digitalen Plattform Ökosystems, mit dem verschiedene Akteure Dienste, Informationen, Ressourcen und sonstige Artefakte in einheitlicher Art und Weise austauschen können. Auf Basis dieses Ökosystems kann für die Akteure ein gemeinsamer mehrseitiger Markt für (geschäftliche) Aktivitäten gebildet werden, wodurch ein komplettes DPÖ entsteht. Fokus liegt hierbei auf der Schaffung eines offenen und zugleich sicheren Systems, welches mittels geeigneter Open-Source-Technologien allen Markteilnehmern in der jeweiligen Branche die Adaption bzw. Nutzung dieser Cloud-Lösung(-en) ermöglicht.

Die Projektstruktur ist in einen Grundlagenteil und einen Anwendungsteil unterteilt. Im Grundlagenteil steht die Entwicklung der BayernCloud Referenzarchitektur im Vordergrund. Der Anwendungsteil befasst sich mit der erstmaligen Instanziierung der BayernCloud im bayerischen Tourismus. Pilotregion ist hierbei das Allgäu. Die Verbundpartner befassen sich mit der branchenspezifische Instanziierung im Tourismus und entwickeln konkrete Anwendung auf Basis der BayernCloud Referenzarchitektur, um die Vernetzung im bayerischen Tourismus weiter voranzutreiben und gleichzeitig ein optimales Angebot für Touristen und Touristiker liefern zu können. Zu Beginn stehen beispielsweise eine Dateninfrastruktur im Vordergrund, um stets aktuelle Informationen zu lokalen Veranstaltungen oder dem Zustand eines Wander- oder Fahrradweges für Touristen liefern zu können.