Mit Hilfe der BayernCloud soll eine Open Data Plattform entwickelt werden, die eine durchgängige Datenqualität und -quantität gewährleistet. Das heißt, alle touristischen Akteure können aktuelle Informationen offen und digital bereitstellen sowie austauschen.

Mithilfe der BayernCloud sollen Dopplungen und qualitative Unterschiede bei der Bereitstellung von Informationen vermieden werden. Das heißt, alle touristischen Akteure können aktuelle Informationen offen und digital auf der BayernCloud bereitstellen sowie austauschen. Dies beinhaltet unter anderem Daten zu Veranstaltungen, Restaurants, Wanderwegen, aktuelle Öffnungszeiten von Bergbahnen, Berghütten oder dem ÖPNV. Eine solide und qualitativ hochwertige Grundlage der Daten soll mittels einer Standardisierung entstehen.

Gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Energie und Technologie (StMWi) im Rahmen des FuE Programm “Informations- und Kommunikationstechnik” des Freistaates Bayern. Folgende Projektpartner beteiligen sich an dem Projekt:

  • fortiss GmbH
  • Hochschule Kempten
  • Hubermedia
  • Outdooractive GmbH & Co.KG
  • Allgäu Gmbh – Gesellschaft für Standort und Tourismus
  • Bayern Tourismus Marketing GmbH (assoziierter Partner)

Das Projekt läuft seit Mai 2018. Eine Referenzarchitektur soll bis Ende September 2020 stehen. Es ist Teil des Projekts ein Betreibermodell für die BayernCloud nach Projektende zu finden. Außerdem gibt es eine Zusage seitens des bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie bzgl. einer Verstetigung des Projekts.

Die BayernCloud ist eine Plattform für den Datenaustausch auf technischer Ebene. Es handelt sich bei der BayernCloud nicht um eine touristische App für Gäste.

Im Prinzip sollen alle für den Tourismus relevanten, nicht personenbezogene Daten, zur Verfügung stehen. Dazu zählen zum Beispiel Informationen zu Veranstaltungen, Restaurants, Wanderwegen, aktuelle Öffnungszeiten von Bergbahnen, Berghütten oder ÖPNV-Fahrplaninformationen. Ebenso Temperaturen von Badeseen, Eintrittspreise von Sehenswürdigkeiten sowie Wetterinformationen oder der Wintersportbericht.

Eine Zusammenarbeit mit anderen Bundesländern findet durch die Hochschule Kempten, die Allgäu GmbH und die by.TM bereits über die regelmäßige Teilnahme an den Besprechungen der DACH-KG statt. Zusätzlich ist die by.TM als Landesmarketing Organisation für Bayern auch direkt in Initiative der DZT zum Aufbau eines touristischen Knowledge-Graphen für Deutschland eingebunden.

Wesentliche Leistungsmerkmale der BayernCloud Tourismus gegenüber anderen sind unter anderem folgende:

  • Dynamischer Datenaustausch touristischer Informationen in Echtzeit
  • Standardisierte Schnittstellen
  • Umfangreiche Rechtesteuerung
  • Flexible Erweiterungsmöglichkeiten für bspw. andere Services aus Bereichen wie Mobilität, Wetter, etc.
  • Hohe Skalierbarkeit
  • Hohe Verfügbarkeit sowie Ausfallsicherheit
  • Schneller und einfacher zentrale Zugang zur Nutzung sowie Bereitstellung von Daten
  • Rekombination von Daten (d.h. unterschiedliche Datenquellen können miteinander verknüpft werden)

Open Data bezeichnet Daten, die von jedermann ohne jegliche Einschränkung genutzt, weiterverarbeitet und weiterverwendet werden dürfen.

Bei einem Knowledge Graph handelt es sich um eine Graphdatenbank (im Gegensatz zu einer relationalen Datenbank), in der Inhalte in einer Netzwerkstruktur angelegt sind. Die Inhalte sind materielle (z.B. ein Restaurant) oder immaterielle (z.B. eine Bewertung) Objekte. Im Rahmen des Knowledge Graph können sie in thematische Beziehung gestellt werden, wenn sie in einem bestimmten Format (Ontologie) vorliegen. Diese semantische – also sinnhafte und intelligente – Verknüpfung von Objekten in der Netzwerkstruktur ermöglicht zudem, dass zu weiteren passenden Objekten Verbindungen aufgebaut werden können. Der Knowledge Graph ist somit smart und lebendig.

Im Projekt DACH-KG wird ein Datenmodell (Schema) zur Beschreibung touristischer Objekte (Entitäten) und deren Beziehungen zueinander entwickelt, die materiell (z.B. POI, Restaurant etc.) oder immateriell (z.B. Bewertung) sein können. Der laufende Standardisierungsprozess basiert auf dem bestehenden De-facto-Standard schema.org und erweitert diesen über den Ansatz von “Domain Specifications” an Stellen, bei denen der Bedarf des Tourismus noch nicht ausreichend im bestehenden Standard abgedeckt ist. Das Ergebnis dieses Prozesses ist für die BCT als Standard für die Datenstruktur der touristischen Objekte relevant und sollte entsprechend umgesetzt werden. Da die Initiative der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT) für den Aufbau eines touristischen Knowledge-Graphen (KG) für Deutschland in Bezug auf das Datenmodell auf dem Ergebnis der DACH-KG basiert, können die in der BCT verfügbaren Daten für Bayern damit zukünftig kompatibel für den bundesweiten KG bereitgestellt werden.