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FAQ

Hier gibt es Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um die BayernCloud Tourismus.

Allgemein

  • Was ist die BayernCloud?

    Die BayernCloud ist eine offene Datendrehscheibe auf der die touristischen Daten Bayern aggregiert, gemanagt und touristischen Dienstleistern zur Verfügung gestellt werden. Eine solide und qualitativ hochwertige Grundlage der Daten soll mittels Standardisierung entstehen. Die Daten sollen zentral mit möglichst offener Datenlizenz von jedem abgerufen und schließlich für verschiedene Nutzungen weiterverarbeitet werden können.

  • Was kann man in Vorbereitung auf die BayernCloud unternehmen?

    In Vorbereitung auf die BayernCloud können sie bereits jetzt aktiv werden. Zum einen können sie die Datenqualität in Ihren eigenen Systemen überprüfen. Sie sollten sich darum kümmern Ihre Daten vollständig und aktuell zu erfassen. Überprüfen Sie zudem welche Informationen Sie bereits heute strukturiert erfassen können. Zum anderen können Sie bereits heute rechtliche Themen hinsichtlich der Lizenzierung Ihrer Daten abklären. Bei der Beauftragung für die Anfertigung neuer Inhalte können Sie bereits heute auf möglichst offene Lizenzen setzen, um die Daten später in der BayernCloud offen zur Verfügung stellen können. Auch für die bereits vorhandenen Inhalte können Sie die rechtliche Situation zur Datennutzung überprüfen.

  • Was war das Ziel des Forschungsprojektes "BayernCloud im Tourismus"?

    Im Mittelpunkt des bereits abgeschlossenen Forschungsvorhabens „BayernCloud im Tourismus“ stand die Frage, wie ein skalierbares digitales Plattform-Ökosystem (DPÖ) ausgestaltet werden muss, das branchenübergreifend sowie branchenspezifisch vorhandene Prozesse optimiert und Synergien fördert. 
    Dieses Ökosystem soll einfach, schnell und kostengünstig umgesetzt werden können, aufgrund eines nachhaltigen Geschäftsmodells mittelfristig, ohne kontinuierliche Förderung, tragfähig sein und vor allem kleine und mittelständische Unternehmen die Partizipation an der Digitalisierung ermöglichen. Daher war das Ziel dieses Forschungsvorhabens eine Referenzarchitektur für ein cloudbasiertes digitales Plattform Ökosystem zu entwickeln, das auf die Bedürfnisse des Mittelstands ausgerichtet ist. Pilotregion war hierfür das Allgäu.

    Die Verstetigung der Projektergebnisse erfolgt nun unter der Leitung der BayTM und wird in Abstimmung mit allen bayerischen Tourismusverbänden über die neu geschaffene Kompetenzstelle Digitalisierung im Tourismus in Waldkirchen koordiniert.

  • Welche Daten sind für die BayernCloud von Bedeutung?

    Im Prinzip sollen alle für den Tourismus relevanten, nicht personenbezogene Daten, zur Verfügung stehen. Dazu zählen zum Beispiel Informationen zu touristischen point-of-interests (POIs), Veranstaltungen, Restaurants und Unterkünfte sowie Touren. Ebenso sind aber auch der Verkehr, ÖPNV-Daten, Wetterinformationen sowie alle anderen Daten mit einem touristischen Bezug für die BayernCloud relevant.

  • Welche Vorteile ergeben sich für den Tourismus in Bayern?

    Mit Hilfe der BayernCloud soll eine möglichst offene Datenplattform entwickelt werden, die eine durchgängige Datenqualität und -quantität gewährleistet. Das heißt, alle touristischen Akteure können aktuelle Informationen offen und digital bereitstellen sowie austauschen. Die Daten sollen zentral mit möglichst offener Datenlizenz von jedem abgerufen und schließlich für verschiedene Nutzungen weiterverarbeitet werden können. Durch den erleichterten Datenzugang können zahlreiche Potentiale für Start-Ups und Entwickler geschaffen werden, um einfache und sichere Lösungen für touristische Unternehmen sowie Gäste zu schaffen, wodurch die Innovationskraft und der Wettbewerb auch im ländlichen Raum gefördert werden kann.

  • Welchen Mehrwert bietet die BayernCloud gegenüber bestehenden Lösungen?

    Wesentliche Leistungsmerkmale der BayernCloud Tourismus gegenüber anderen sind unter anderem folgende:

    • Dynamischer Datenaustausch touristischer Informationen in Echtzeit
    • Standardisierte Schnittstellen
    • Umfangreiche Rechtesteuerung
    • Flexible Erweiterungsmöglichkeiten für bspw. andere Services aus Bereichen wie Mobilität, Wetter, etc.
    • Hohe Skalierbarkeit
    • Hohe Verfügbarkeit sowie Ausfallsicherheit
    • Schneller und einfacher zentrale Zugang zur Nutzung sowie Bereitstellung von Daten
    • Rekombination von Daten (d.h. unterschiedliche Datenquellen können miteinander verknüpft werden)
  • Wer beschäftigt sich mit der Umsetzung?

    Die Kompetenzstelle Digitalisierung der Bayern Tourismus Marketing GmbH in Waldkirchen ist für die Konzeption, Umsetzung und Betreuung der BayernCloud verantwortlich. Darüber hinaus ist die KSD zuständig für die Erarbeitung digitaler Konzepte, um den Tourismus in Bayern zu stärken. Mit Hilfe digitaler Konzepte soll es den touristischen Akteuren gelingen den Gästen ein noch besseres Reiseerlebnis zu bieten.

  • Wie läuft die Zusammenarbeit mit den anderen Bundesländern ab?

    Eine Zusammenarbeit mit den anderen Bundesländern findet durch die BayTM über die Teilnahme an den Besprechungen der Open Data Tourism Alliance (ehemals DACH-KG) statt. Zusätzlich ist die BayTM als Landesmarketingorganisation für Bayern auch direkt in der Initiative der DZT zum Aufbau eines touristischen Knowledge-Graphen für Deutschland eingebunden.

  • Rechte & Lizenzen

  • Was ist Open Data?

    Open Data bezeichnet Daten, die von jedermann ohne jegliche Einschränkung genutzt, weiterverarbeitet und weiterverwendet werden dürfen. Mehr zu Open Data und geeigneten Lizenz-Modellen finden Sie hier.

  • Was sind CC-Lizenzen?

    Creative Commons-Lizenzen sind Standard-Lizenzverträge für beliebige Werkstypen (z.B. Texte, Bilder, Musik, Videos etc.). Es ist das weltweit wohl am stärksten verbreitete Open-Content-Lizenzmodell. Welche Lizenzierung für was Sinn macht, unterscheidet sich je nach Datentyp.

    Insgesamt gibt es sechs CC-Lizenzen. Für Open Data sind die folgenden vier CC-Lizenzen von Bedeutung:

    • CC0 Freie Verwendung ohne Namensnennung
    • CC BY Freie Verwendung mit Namensnennung
    • CC BY SA Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen
    • CC BY ND Freie Verwendung mit Namensnennung – aber keine Bearbeitung zulässig

  • Welche Vorteile haben offene Daten?

    Die Bereitstellung der Daten unter Open Data Lizenzen unterstützt die Nutzung und Verbreitung der Daten zusätzlich, wodurch Daten aus vertrauensvollen Quellen in einer hohen Qualität für verschiedene Ausgabekanäle bereitgestellt werden können. Somit führen offene Daten auch zu einer größeren Sichtbarkeit der Angebote im Tourismus. Zudem können offene Daten als Basis für Innovationen und bestehende Lösungen (z.B. Chatbots) dienen.

  • Technische Details

  • Was bedeutet die semantische Auszeichnung von Daten?

    Um touristische Informationen einfacher technisch nutzbar zu machen und deren Vernetzung
    und Weiterverarbeitung auch für zukünftige KIbasierte Anwendungen zu fördern, sollten etablierte de-jure oder de-facto Standards für maschinenlesbare Datenstrukturen und Schnittstellen für den Datenaustausch eingesetzt werden. Aufgrund der großen Bedeutung von Suchmaschinen für die Informationssuche im Tourismus empfiehlt es sich eine semantische Auszeichnung touristischer Daten, basierend auf dem de-facto-Standard schema.org, vorzunehmen. Unter der Führung der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT) plant, die aus der Initiative der DACH-KG gegründete Open Data Tourism Alliance (ODTA), den bestehenden schema.org Standard für spezielle Anforderungen des Tourismus zu ergänzen und kontinuierlich weiter zu entwickeln.

  • Was ist ein Knowledge-Graph?

    Bei einem Knowledge Graph handelt es sich um eine Graphdatenbank (im Gegensatz zu einer relationalen Datenbank), in der Inhalte in einer Netzwerkstruktur angelegt sind. Die Inhalte sind materielle (z.B. ein Restaurant) oder immaterielle (z.B. eine Bewertung) Objekte. Im Rahmen des Knowledge Graph können sie in thematische Beziehung gestellt werden, wenn sie in einem bestimmten Format (Ontologie) vorliegen. Diese semantische – also sinnhafte und intelligente – Verknüpfung von Objekten in der Netzwerkstruktur ermöglicht zudem, dass zu weiteren passenden Objekten Verbindungen aufgebaut werden können. Der Knowledge Graph ist somit smart und lebendig.

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